Kategorie: Städte

Die Kunst des Rumhängens

Die Inseln Trinidad und Tobago – vor der Küste Venezuelas gelegen – bilden zwar zusammen einen Staat, sind aber völlig verschieden.

Ganz leise und zart erklingen die Flötentöne, dann folgen etwas lauter die Streicher, dann die Bläser und etwas, das klanglich an ein Xylophon erinnert, bis schließlich das ganze Orchester Tschaikowskys Schwanenseethema, den Blumenwalzer, den Tanz der Zuckerfee und als krönendes Finale Chatschaturjans furiosen Säbeltanz erklingen lässt. Die Musik erfüllt die Halle – so leidenschaftlich gespielt, dass den Zuhörern wohlige Schauer über den Rücken laufen.

Doch es ist kein klassisches Orchester, das in einer Pan Yard-Halle in Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad, so wunderschön spielt. Die Musiker erzeugen die verschiedenen Töne und Klänge auch nicht auf Instrumenten wie Flöten, Geigen und Trompeten, sondern allein auf sogenannten Steel Pans – Stahlpfannen. Diese runden Metallpfannen, die gestimmt werden wie jedes andere Instrument, erzeugen verschiedene Töne – je nachdem, wohin man schlägt. Rund 40 Frauen und Männer in Freizeitkleidung und Badeschlappen stehen hinter ihren Steel Pans und spielen unter Anleitung eines Dirigenten – auswendig – ein beeindruckendes Repertoire, das wie das von einem traditionellen Orchester klingt.

Musik spielt in Trinidad eine wichtige Rolle, vor allem im berühmten Karneval. Die Steel Pan – das nationale Musikinstrument von Trinidad und Tobago – hat auch die Musikrichtungen stark beeinflusst. Erfunden wurde die Steel Pan in den 1930er-Jahren. Die britischen Kolonialherren verboten den Einheimischen das Trommeln auf afrikanischen Schlaginstrumenten, deshalb suchte man nach neuen Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks. Es entstanden die ersten Steel Pans aus ausrangierten Ölfässern, die es in Trinidad aufgrund der Ölindustrie im Überfluss gab. Heute schlagen die Musiker mit kleinen Schlegeln auf die runden Metallpfannen, deren Boden unterschiedlich tief ausgedellt ist – so werden die Tonleitern erzeugt. Die Möglichkeit, eine Steel Pan-Band live zu erleben, sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Neben der Musik gibt es aber auf Trinidad und vor allem auf der kleinen Schwesterinsel Tobago, die per Inlandsflug in zwanzig Minuten zu erreichen ist, eine weitere beliebte Tradition: Das Limen – auf deutsch Rumhängen. Das pflegt man entweder bei einem Boots- beziehungsweise Schnorcheltrip oder an den zahlreichen Stränden und Bars. Beispielsweise am berühmten Strand Pigeon Point – dem Wahrzeichen an der Südspitze von Tobago. Ein Geheimtipp auf Trinidad ist der Las Cuevas Beach – nur zehn Autominuten vom bekannten Maracas Beach im Norden der Insel entfernt. Es gibt dort nicht nur tolle Wellen, es kommen auch viele Einheimische dorthin. In den Beach Bars gibt es das typische mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Fladenbrot Roti zu essen. Dazu fließt der Rumpunsch in Strömen, meist mit einem Schuss Angostura gemixt, dem landestypischen Bittergetränk.

Das sind die Karibik-Inseln Turks and CaicosFOTO: www.myturksandcaicos.com
Im Verhältnis zu anderen karibischen Inseln sind Tobago und Trinidad relativ günstig. Auf Tobago gibt es nur wenige große Hotels, was den Charme dieser im Vergleich zum trubeligen Trinidad viel kleineren und ruhigeren Insel ausmacht. „Es gibt nur 2700 Hotelzimmer auf Tobago“, sagt Reiseleiter Biki. „Hierhin kommen vor allem Urlauber, die die Strände genießen wollen. Rund 60 Prozent der Insel sind geschützt – es ist das älteste Naturschutzgebiet der westlichen Hemisphäre.“ Auf der großen Schwesterninsel Trinidad ist darüber hinaus eine tropisch-faszinierende Tierwelt zu finden, wie sie auch in Südamerika vorherrscht – beide Inseln liegen ja vor der Küste Venezuelas.

Vor allem für Vogelkundler ist daher das „Asa Wright Nature Centre“, rund eine Stunde nördlich von Port of Spain entfernt mitten im Regenwald gelegen, ein interessantes Ausflugsziel. Verschiedene Wanderrouten führen durch die ehemalige Kaffee- und KakaoPlantage. Das Kolonialhaus – in dem man auch übernachten kann – ist an sich schon sehenswert. Auch dort lässt sich limen: In einem tiefen Sessel auf der Terrasse des majestätischen Anwesens inmitten gigantischer Bambusse im Regenwald sitzend und umschwirrt von bunten Kolibris. Man fühlt sich als Plantagenbesitzer oder sogar wie Prinz oder Prinzessin – Prinz Charles und Camilla waren nämlich auch schon da.

Auf den Spuren von „Stille Nacht“

Auf den Spuren von Stille Nacht

In diesem Jahr ist es 200 Jahre her, dass Joseph Mohr das Gedicht „Stille Nacht!“ verfasst hat. Die Ursprünge des berühmten Liedes, das bis heute in 300 verschiedene Sprachen und Dialekte übersetzt worden ist, findet man im Salzburger Land. Weiterlesen

Wellness, Wandern oder Städtetour

Die kalte Jahreszeit ist nicht jedermanns Sache. Die beste Zeit also, um sich bei Wellness, Wandern oder einer Städtetour eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.

Im November ein paar Tage zu verreisen hat den Vorteil, dass man gute Angebote findet, da jetzt kaum jemand wegfährt. Ob Stadt- oder Wellnesshotel, jetzt ist es überall ruhiger als in den anderen Monaten – gute Voraussetzungen, um richtig auszuspannen.

Wellness

Wenn in der dunklen Jahreszeit Nässe und Kälte in die Glieder kriechen, ist ein Wellnesswochenende genau das Richtige – insbesondere, wenn es sich mit speziellen Anwendungen verbinden lässt, die den Körper durchwärmen und entspannen.

Im Allgäu findet man viele Möglichkeiten, etwas für Körper und Geist zu tun. Bad Wurzach ist bekannt für seine Kur- und Wellness-Angebote und die einmalige Naturlandschaft des Wurzacher Rieds. Das erste Moorheilbad Baden-Württembergs wendet bereits seit 1936 die heilende und wohltuende Wirkung des sogenannten „Schwarzen Goldes“ an.

Die täglich frisch zubereiteten Moorbäder und -packungen enthalten schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoffe, die besonders bei Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden helfen.

Im Kneippianum in Bad Wörishofen kann man mit klassischen Güssen und Bädern die fünf Elemente der Kneipp’schen Gesundheitslehre direkt an ihrem Ursprung anwenden: ganzheitliche Behandlungen, naturheilkundliche Medizin, innere Ruhe, gesunde Ernährung und Lebensfreude.

Gesundheit

Müde, gestresst, ausgebrannt? Am Wörthersee in Österreich gelegen, bietet das Original F.X. Mayr Health Center Detox Programme an, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und den Körper auf natürliche Art und Weise entschlacken.

Hier kann man Körper, Geist und Seele in Einklang bringen, und die überwiegend basische Ernährung sowie ausreichend Bewegung und Wohlfühlprogrammen sorgen für innere Balance und Wohlbefinden. Ergänzend zur Mayr-Kur liegt der Schwerpunkt des Hauses auf dem Erlernen eines achtsamen Umgangs mit dem eigenen Körper.
Das FX Mayr Health Center bietet zudem einen neuen Spa-Bereich, bewegungstherapeutische Angebote sowie ergänzende Therapien und Diagnostikverfahren an.

Wandern und mehr

Ausspannen mit einem unvergleichlichen Blick auf das Bergpanorama des Wilden Kaiser: Das kann man im Stanglwirt in Österreich. Das traditionsreiche Fünf-Sterne-Bio-Hotel liegt in Going in Tirol und lässt an Freizeitmöglichkeiten keine Wünsche offen.

Der riesige Wellnessbereich mit Spa, mehreren Saunalandschaften und Naturbadesee bietet das größte hoteleigene Solebecken Europas sowie ein internationales Sportschwimmbecken.
Zudem stehen eine Reithalle mit Lipizzaner-Gestüt, eine Driving-Range mit Golfschule, zahlreiche Tennisplätze sowie eine Skischule zur Verfügung. Die herrliche Natur der Umgebung kann man zudem beim Wandern entdecken, und das nahe Kitzbühel lädt zum Flanieren ein.

Städtetour

Nach drei Stunden im Flieger ist man von Düsseldorf aus in Istanbul und kann in eine komplett andere Welt eintauchen. Turkish Airlines bieten gerade im November günstige Fugangebote. Die türkische Hauptstadt bietet jede Menge Möglichkeiten für eine Wochenendauszeit.

Das Klima ist noch mild und ideal für Shoppingtouren durch die Basare und Einkaufsstraßen. Besonders sehenswert sind der Gewürzmarkt und der Große Basar in der Nähe der ehemaligen Kirche und späteren Moschee Hagia Sophia.

Einfach in den Trubel stürzen, das Stadtviertel mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten erkunden und sich von der pulsierenden Atmosphäre treiben lassen. Auf jeden Fall sollte man sich eine Haman-Behandlung gönnen. Das ShangriLa, direkt am Bosporus gelegen, bietet in seinem Spa-Bereich nicht nur für Hotelgäste eine große Auswahl an Behandlungen.

Vor dem Hotel legt auch die Fähre nach Kadiköy auf die asiatische Seite Istanbuls ab. Dort lohnt ein Stadtbummel durch die Gassen mit kleinen Märkten, Geschäften und Bars. Das Abendessen unbedingt auf der Insel Suada, inmitten des Bosporus, nehmen, mit traumhaftem Blick auf die Stadt und die schillernd beleuchtete 64 Meter hohe Bosporus-Brücke.

Ich-Zeit

Statt ständiger Erreichbarkeit: Laptop und Handy zuhause lassen – das ist der beste Einstieg in eine erholsame Auszeit. Im Hofgut Hafnerleiten bei Bad Birnbach in Niederbayern braucht man das Smartphone sowieso nicht: Es gibt kein Netz. Einfach mal nichts tun, Zeit für sich selbst haben und entschleunigen – das ist das Konzept des Hauses.